25 Jahre Export


Quelle: Brauerei C. & A. Veltins

 

Genau ein Vierteljahrhundert ist es her, dass sich die ersten Hektoliter Veltins auf den Weg in ferne Länder machten. Nach dem Export-Auftakt 1992 bilanzierte die Brauerei C. & A. Veltins binnen zwölf Monaten die ersten 200 Gastronomieobjekte – davon 29 auf Mallorca, 25 in Österreich und weitere 60 in den Niederlanden. Heute gehören mehr als 2.500 Gastronomiebetriebe zum internationalen Partnernetz.

 

Begonnen hatte der Export mit 1.500 Hektolitern, daraus sind nunmehr 207.000 Hektoliter geworden. Das Auslandsgeschäft der Brauerei C. & A. Veltins trägt heute 7,3 Prozent zum Gesamtausstoß bei. „Der späte Einstieg hat den wesentlichen Vorteil, dass unser Produkt heute als gepflegte Markenpersönlichkeit mit hohem deutschen Qualitätsanspruch wahrgenommen wird“, sagt Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei. Seine Strategie: „Wir wollen nicht mit einer größtmöglichen Länderzahl auftrumpfen, sondern wir wollen solide Absatzmärkte erschließen und Partnerschaften mit einer Win-Win-Situation ausgestalten.“

 

Heute gehören Spanien, Italien, Niederlande, Großbritannien und die USA zu den Schwerpunktländern, die auch in Zukunft solides Wachstum versprechen. 90 Prozent der Menge werden an der Grevensteiner Rampe als Fassbier verkauft – seit 2016 erweist sich auch Grevensteiner Original als Zugpferd und kann sogar im USA-Markt punkten. Dr. Kuhl: „Wir haben uns ganz bewusst gegen Biermarkt-Abenteuer in China und schwierigen Schwellenländern entschieden, sondern wollen unsere Ertragsstärke über berechenbare Auslandsmärkte erreichen.“

 

Rückblick: Nach dem Fall der Mauer war Aufbruchstimmung zu spüren – die Brauerei C. & A. Veltins begann, die behutsame Marktexpansion in den Auslandsmärkten voranzutreiben. Ein wichtiger Grund: Deutsches Bier besitzt seit jeher weltweit eine hohe Reputation. Veltins setzte auf den soliden Weg der kleinen, nachhaltigen Schritte. Man fokussierte die Länder, in denen Deutschlands Reiselustige das Image der Marke zu schätzen wussten. Über 200 Gastronomieobjekte im Ausland zählten 1993 zu den Veltins-Kunden der ersten Stunde. Von den Hektoliterzahlen her lag die Insel Mallorca mit 800 Hektolitern und 29 Betrieben eindeutig auf dem ersten Platz der Absatzmärkte. Und auch die für 1994 geplante Auslandsmenge konnte mit 7.300 Hektoliter übertroffen werden. Neben Spanien – Gran Canaria wurde mit Frühjahrsbeginn 1994 ebenfalls beliefert – gehörten Österreich (25 Objekte), die Niederlande (60 Objekte) sowie Italien (50 Objekte) zu den Fokusmärkten der Aufbruchsjahre. Es ging rasant voran, zumal am Standort in Grevenstein im Hinblick auf die Exportverladung Neuland betreten wurde. Im Laufe des Jahres 1994 kam auch Griechenland mit zwei Importeuren hinzu, zum Jahreswechsel folgten Belgien und Großbritannien. Wenig später nahm Veltins Pilsener im 24er-Einwegkarton mit vier 6er-Trägern auch den transatlantischen Weg in die USA. Im dritten Jahr ihres Exports konnte die Brauerei weitere Gebiete erschließen – dazu zählten Frankreich, Polen und die Schweiz. Auf den Kanaren folgten Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura. Das Exportvolumen stieg stetig: Waren es 1996 21.000, gelangen 1999 46.000 Hektoliter. Bis 2005 hatte sich die Menge mit nahezu 124.000 Hektoliter verdreifacht.

 

Auslandsstrategie geschärft

Nach der Jahrtausendwende wurden die Spotgeschäfte in unterschiedlichen Ländern zurückgenommen und die Fokusmärkte Spanien, Italien, Niederlande und Großbritannien in den Mittelpunkt der Vertriebsarbeit gesteckt. Stärkerer Beachtung erfreut sich auch der amerikanische Biermarkt. Exportleiter Udo Bruns ist mit seiner Abteilung seit Jahren dabei, den Erfolg und damit das Ansehen von Veltins im Ausland zu mehren. Hinzu kam eine Intensivierung der Marktaktivitäten in Großbritannien, wo in London mit der Fuller’s Brauerei eine Vertriebskooperation geschlossen wurde. Inzwischen ist Veltins in einer Vielzahl von Gastronomiebetrieben nicht nur in der britischen Hauptstadt am Hahn. Auch lassen die Perspektiven von Grevensteiner Original aufhorchen.

 

Das Wachstum sorgt auch für immer größere logistische Kompetenz: Entweder gehen die Produkte in Fass, Flasche und Dose innereuropäisch auf dem Landweg zum Kunden oder mit dem 40-Fuss-Container auf den Seeweg. Bis zu 700 Fässer werden pro Containerladung verstaut. Großvolumige Luftpolster zwischen den Paletten machen es möglich, dass die Fracht aus dem Sauerland auch bei unruhiger See wohlbehalten ihr Ziel erreicht. Rotterdam oder Antwerpen sind heute die bevorzugten „Seerampen“ der Brauerei C. & A. Veltins. Und trotz der vielen hundert Container, die von Grevenstein aus verschifft wurden, ging in 25 Jahren noch keiner über Bord.

 

www.veltins.de

 

Geschrieben am: 10.10.2017