Maredo Flagship-Restaurant für Berlin


In Berlin wurde der neue Flagship-Store von Maredo umgesetzt / Fotos: Zooey Braun, Clara Tuma

 

Um im aktuellen Boom um Burger und Steak wettbewerbsfähig zu bleiben, hat sich die 1978 gegründete Restaurantkette Maredo einer radikalen Verjüngungskur und Profilschärfung verordnet. Einen wichtigen Anteil hat dabei das Fleisch, das Maredo aus Südamerika bezieht, denn um das wichtigste Produkte und dessen Herkunft baut das neue Konzept.

 

Umgesetzt wurde das neue Raumkonzept erstmalig in der Berliner Filiale im The Q. Das dort bestehende Restaurant wurde um eine angrenzende Postfiliale erweitert, so dass dem neuen Flagship-Restaurant jetzt knapp 580 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Für das Design zeichnet die Ippolito Fleitz Group verantwortlich.

 

Der Rohstoff Fleisch inspiriert mit seiner Verbindung zum Feuer die Materialien und Farben im neuen Restaurant. Eine Übersetzung des Fleisches wurde in den Gauchos, den südamerikanischen Viehhirten, gefunden. Mit ihnen assoziiere man Freiheit, Unabhängigkeit, Naturverbundenheit und ein Leben in endlosen Weiten – und damit Rindfleisch in seiner ursprünglichen, naturbelassenen Qualität. Aus dem traditionellen Poncho der Gauchos und deren geometrischen Webmustern leiten sich die von Rauten- und Zickzack-Formen geprägten Raumelemente ab, die die Architektur mit hohem Wiedererkennungswert prägen. Sie findet sich in den für Maredo gestalteten Fliesen auf dem Fußboden, als Tapete an der Wand, in der Struktur der Tresenverschalung oder in der offenen Holzkassettendecke wieder.

 

Oberflächen wie Holz und Leder kommen zum Einsatz, Baumstämme und Seile, die den großen Raum in Zonen teilen, sowie der traditionelle Eisengrill. Großformatige Fotografien an den Wänden und Leuchten in Stierhorn- oder Sombreroform ergänzen das Raumkonzept.

 

In unmittelbarer Nähe des Eingangs befindet sich der Grillbereich mit offenem Feuer, der Lust auf gegrilltes Fleisch machen soll. Ein unterleuchteter Tresen und eine messingverkleidete Haube begrüßen den Gast. Dem Grillbereich gegenüber steht die Salatbar. An den vom Grillbereich entfernteren Plätzen im hinteren Gastraumbereich zieht sich ein langer offener Kamin durch den Raum. Das Sitzplatzangebot – vom langen Marmortisch für ein gutes Dutzend Personen bis zu zurückgezogenen ledergepolsterten Kojen – bedient verschiedene Wünsche des Restaurantbesuchs. Für die Sanitärräume wurden Waschtische aus roh verzinktem Stahl in Viehtränkenform und rot lackierte WC-Trennwände entwickelt.

 

www.ifgroup.org

www.maredo.de

 

Geschrieben am: 22.05.2017